Usedom Koserow

Usedom Koserow

Das Bernsteinbad Koserow ist idyllisch an der schmalsten Stelle Usedoms, zwischen Achterwasser und Ostsee, gelegen. In der unberührten Naturlandschaft, umgeben von Wiesen, Bergen, Sand und Meer, kommen Wasserratten, Radler und Wanderer gleichsam auf ihre Kosten.

Erstmals Mitte des 14. Jahrhunderts urkundlich erwähnt, zählt Koserow zu den ältesten Ansiedlungen auf Usedom. Wirtschaftlichen Aufschwung brachte dem armen Fischerdorf 1820 die Errichtung der Salzhütten, welche der Konservierung von Fisch dienten. Erste Badegäste zog es um 1850 nach Koserow. Zwanzig Jahre später entstanden erste Pensionen.

Hinter einer Mauer aus Findlingen versteckt liegt die 1300 aus Feldsteinen erbaute älteste Kirche Usedoms. Im Inneren verdient besonders der mittelalterliche Altar eines Stettiner Meisters Beachtung. Sagen ranken sich um das schwedische Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert, so soll es doch von der in der Ostsee versunken geheimnisvollen Stadt Vineta stammen. Im Sommer öffnet die Kirche im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Klassik am Meer” ihre Türen für Konzerte, Lesungen und Vorträge.

Am nördlichen Ortsende stößt man auf die hübsch restaurierten Salzhütten, wo im 19. Jahrhundert das vom preußischen Staat steuerfrei gelieferte Salz zur Konservierung der Fische gelagert wurde. Die Fachwerkhäuschen sind ihrer Bestimmung treu geblieben. Im Restaurant werden köstliche Fischgerichte serviert. Weiterhin befinden sich hier ein Souvenirgeschäft und ein Trauzimmer.

Koserow schmiegt sich malerisch an die Hänge des Streckelsberges. Von der 60 Meter hohen Erhebung bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Ostsee. Bei günstiger Wetterlage lassen sich auch die berühmten Kreidefelsen der Insel Rügen am Horizont ausmachen.

Auf der 261 Meter langen Seebrücke können sich die Touristen den Ostseewind um die Nase wehen lassen. Der herrliche Sandstrand lädt zum Relaxen, Muscheln sammeln oder Sandburgen bauen ein. Neben vielfältigen Wassersportangeboten bieten die Restaurants um die gepflegte Seepromenade regionale Spezialitäten und Erfrischungen. Ausdauer und Geschick ist auf dem Minigolfplatz gefragt, welcher als größte Anlage an der deutschen Ostseeküste gilt.

Ein Spaziergang entlang des Achterwassers führt nach “Lüttenort”, dem skurrilen Domizil des Malers Otto Niemeyer-Holstein, welches er sich Mitte des 20. Jahrhunderts um einen alten Waggon der Berliner S-Bahn schuf. Das Haus und der Skulpturengarten können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Usedomer Künstler veranstalten auf dem Gelände Workshops und wechselnde Ausstellungen.