Insel Usedom Stubbenfelde

Reisebericht - Stubbenfelde

Nur eine schmale Landzunge trennt das verzweigte "Achterwasser", eine Ausbuchtung des Peenestroms, von der Ostsee. Hier, zwischen Koserow und Ückeritz, liegt der 90-Einwohner-Ort Stubbenfelde.

Der kleinste Ortsteil von Loddin bietet alles, was der ruhebedürftige Usedom-Urlauber wünscht: Wasser, Wellen, Wind, Strand, Natur so weit das Auge reicht - und vor allem Ruhe. Ein Hotel oder eine bevölkerte Strandpromenade sucht man hier vergeblich. Dennoch hat Stubbenfelde einiges zu bieten.

Da ist der weithin bekannte Campingplatz. Auf 4 ha verstecken sich 200 Stellplätze im Buchenwald direkt am Ostseestrand. Wer nicht zelten mag, findet dort auch Blockhäuser, Bungalows und Appartements mit gehobenem Komfort. Manche sagen, Stubbenfelde sei der beste Campingplatz auf Usedom. Zumindest punktet er mit seiner einmaligen Lage in der Mitte eines 40 Kilometer langen Strandes.

Ein vorbildliches Radwegenetz ermöglicht es, fast von Greifswald (auf dem Festland) bis ins polnische Swinemünde (ca. 50 Kilometer) immer der Küste entlang zu radeln. Stubbenfelde liegt direkt dazwischen, ein kleiner Ausflug in die Nachbar-Seebäder Zinnowitz oder Heringsdorf bietet sich an. Wer dann nicht mehr radeln mag: Die Rückfahrt übernimmt die Usedomer Bäderbahn (Haltepunkte Kölpinsee und Stubbenfelde).

Ans benachbarte Rügen fühlt sich erinnert, wer einen Spaziergang zum Aussichtspunkt "Teufelsberg" an den 40 Meter hohen Steilklippen unternimmt. Ebenfalls einen herrlichen Blick weit über Usedom hat man vom Loddiner Höft, eine Landzunge am Achterwasser.

Wie wäre es, den Abend mit einer guten Flasche Wein aus der Region zu beschließen? Kein Scherz: Der "Loddiner Abendrot" wird hier, in Deutschlands nördlichstem Weinberg angebaut, zu erwerben im Restaurant "Waterblick": ein Chardonnay aus Stubbenfelde!